Die Kopfgelenke/Kiefergelenke als Schlüsselregion
Unser Streben nach einer gesamtheitlichen Sicht der Systeme bei der Behandlung von Haltungsstörungen, Haltungsschäden und Rückenschmerzen führen zwangsläufig zu den Kiefergelenken und den mit ihnen verbundenen Kopfgelenken, bestehend aus dem Atlasgelenk zwischen dem 2. und 3. Halswirbel. Aus der manuellen Medizin ist die steuernde Bedeutung der Kopfgelenke und der mit ihnen durch Nerven (N. trigeminus) verbundenen Kiefergelenken seit langem bekannt. Die Kopfgelenke nehmen bei der Entwicklung im Wachstum und im Erwachsenenalter eine steuernde Aufgabe wahr. Bei Fehlstellung der Kopfgelenke kann es absteigend über Muskelketten zur Seitabweichung und Blockierungen von Wirbelgelenken kommen.
So erstaunt es daher nicht, wenn Bisslagestörungen, zu hohe Zahnkronen oder Inlays, fehlende Zähne oder auch anlagemäßige Kieferfehlstellungen (Tiefbiss, Rückbiss usw.) über die Kopfgelenke zu Haltungsschwächen und somit zu Nacken- und Rückenschmerzen führen können.

